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Kulturprojekte

TEILNAHME AM PRODUKTIONSKUNSTFESTIVAL „DREHMOMENT“

Logo Kunstprojekt Drehmoment

Was passiert, wenn Kunst und Produktion aufeinander treffen? Die Region Stuttgart ist einer der führenden Industriestandorte Europas. Diese Stärke möchte die KulturRegion Stuttgart nutzen und neue Freiräume für die Kultur schaffen. Das Projekt »Drehmoment« öffnet der Kunst den Zugang zu industriellen Ressourcen in der wirtschaftsstarken Region. Nationale und internationale Künstler arbeiten in Industrie- und Handwerksbetrieben und entwickeln dort mithilfe der ungewohnten Möglichkeiten – Maschinen, Fertigungsprozessen, Produkten oder der Belegschaft – neue Kunstwerke.

Bei einem regionsweiten Festival im Oktober 2018 kann diese außergewöhnliche ›Produktionskunst‹ – von Klanginstallationen oder Skulpturen bis hin zu Roboter- und Virtual-Reality-Kunst – entdeckt werden.

Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit schafft »Drehmoment« Raum für gegenseitige Inspiration, Innovation und künstlerische Forschung, indem Künstler die Grenzen technischer Infrastruktur ausloten, Verfahrensmuster aufbrechen und so neue Sichtweisen ermöglichen. Im Fokus der künstlerischen Arbeiten stehen die Veränderungen in der Lebens- und Arbeitswelt, die uns alle in den kommenden Jahren betreffen werden, beispielsweise durch fortschreitende Digitalisierung oder E-Mobilität. Die Region wird so zu einer Plattform für die Entwicklung zukunftsweisender Ansätze und eines kreativen und innovativen Umfelds.

Informationen finden Sie auch auf der Homepage der Kulturregion Stuttgart.  

Das Kunstprojekt in Ditzingen

Projekt "EWIG ANDERS"

Die aktuelle Entwicklung der Bestattungs- und Friedhofskultur bewegt sich zwischen den Spannungspolen Ewigkeit und Veränderung. Das Kunstprojekt EWIG ANDERS untersucht im Rahmen des Festivals DREHMOMENT die Frage, wie es gelingen kann, die Dynamik des industriellen und gesellschaftlichen Wandels für den Erhalt und die Belebung der Friedhofskultur zu nutzen. Die Stadt Ditzingen arbeitet dabei mit der Künstlerin Maike Sander (meinlebenlang) und der Steinwerkstatt Machmer, Ditzingen zusammen.

Bestattungs- und Trauerkultur
Globalisierung und demographischer Wandel verlangen in wachsendem Maße Mobilität im Beruf und damit auch im Privatleben. Biografien, in denen der Großteil des (Arbeits-)Lebens an einem Ort stattfindet, werden immer seltener. Die emotionale Bindung an den Herkunftsort verändert sich und beeinflusst die Entscheidung über die geeignete Bestattungsform im Trauerfall. Inzwischen spielen Kosten, Pflegeaufwand und Laufzeit der Grabstätte sowohl für die Angehörigen als auch im Willen der Verstorbenen eine immer größere Rolle.

Die Zukunft des Friedhofs
Wenn Trauer und Trost für viele Menschen nicht mehr an einen bestimmten Ort gebunden sind, stellt sich die Frage nach der Zukunft der Friedhöfe, wie wir sie heute in Mitteleuropa kennen. Durch veränderte Bestattungsformen oder große Distanz zur Familiengrabstätte schwindet der individuelle Bezug zum Friedhof am Wohnort. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass er seine Bedeutung als Ort der Trauerbewältigung gänzlich verliert. Jedoch finden sich auf Friedhöfen selten Bereiche, die sich als allgemeine Rückzugsorte anbieten. Wird der Friedhof also in absehbarer Zeit zu einem musealen Relikt einer vergangenen Zeit? Oder lässt sich das Bedürfnis nach einem Ort der Erinnerung und der Stille mit dem gesellschaftliche Wandel vereinbaren und auf die zukünftige Bedeutung der Friedhöfe anwenden? Ziel des Projektes ist es, Menschen jeden Alters in Ditzingen für diese Fragen und die Zukunft der Friedhofskultur zu interessieren und in Austausch miteinander zu bringen. Idealerweise führt dies im Oktober zur Gestaltung eines eigenen Bereiches innerhalb des Friedhofs.

Die Themen
Die Fragen, denen wir im Rahmen des Festivals DREHMOMENT nachgehen möchten, richten sich an alle Einwohner Ditzingens und wenden sich ausdrücklich auch an Kinder und Jugendliche:
• Welche Vorstellung zur Zukunft des Friedhofes gibt es?
• Wird der Friedhof als persönlicher Erinnerungsort empfunden?
• Wie erleben Kinder und Jugendliche diesen Ort? Sehen sie ihn ebenfalls als Teil „ihrer“ Stadt?
• Gibt es Ideen, Erwartungen oder Vorbehalte zu einer erweiterten Nutzung?
• Wie könnte innerhalb des Friedhofs ein Platz entstehen, der alle Menschen anspricht, unabhängig von Alter, Nationalität und Wohnort, also ein universeller Ort der Trauer und Erinnerung?
• Wie könnte eine entsprechende Fläche innerhalb des Friedhofs gestaltet werden?

Zeitlicher Ablauf und Veranstaltungen
Die Beschäftigung mit der Zukunft der Friedhofs- und Bestattungskultur ist ein Prozess, der von der Beteiligung möglichst vieler Menschen und gesellschaftlicher Gruppen lebt. Er benötigt Zeit und breit gefächerte Ansätze, um der Vielfalt des Themas gerecht zu werden. Je mehr Menschen einen individuellen Bezug zum Thema entwickeln, desto nachhaltiger werden die Ergebnisse sein. Das Projekt „Ewig anders“ versteht sich im Rahmen des Festivals als Impuls für diesen Prozess und eine Plattform für Austausch, Workshops und Veranstaltungen.

Das offizielle Festival dauert vom 04. – 28.10.2018. In dieser Zeit finden in Ditzingen Veranstaltungen statt, die zur konkreten Mitarbeit an der Gestaltung eines Friedhofbereiches einladen. Die Angebote werden in Zusammenarbeit mit der Firma Machmer stattfinden und sich mit der Umsetzung der Ergebnisse aus der Vorbereitungsphase befassen.

 

 

Der Projektraum in der Marktstraße

Der Projektraum in der Marktstraße

Am 28. Juni 2018 wurde in der Marktstraße 24 der Projektraum des Ditzinger Beitrags zum diesjährigen Festival der Produktionskunst „Drehmoment“ eröffnet.

Die Stuttgarter Künstlerin Maike Sander und der Steinbildhauer Stefan Machmer freuten sich gemeinsam bei der Vorstellung des Projektraumes auf die kommenden Monate der Zusammenarbeit, in der viele Begegnungen mit den Ditzinger Bürgerinnen und Bürger stattfinden sollen.
Unter dem Titel Ewig anders beabsichtigen die beiden Akteure Aspekte der Trauerkultur und die Frage nach der Notwendigkeit von Erinnerungsorten zu beleuchten und Antworten zu einer gemeinsamen, aber vielfältigen Lösung zu finden.
Ziel des Projektes ist es auf dem Friedhof der Stadt Ditzingen einen künstlerisch gestalteten Ort der Begegnung und des Trostes zu schaffen, der vielen Menschen die Gelegenheit zur Erinnerung, Hoffnung, aber auch Trauer bietet.

Noch bis Anfang Oktober 2018 wird der Projektraum in der Marktstraße jeden Donnerstag, ab dem 12. Juli zwischen 11 und 18 Uhr durch die Künstlerin Maike Sander geöffnet sein und Gelegenheit zum Austausch bieten. Eine kleine Ausstellung zu Trauerritualen in der Welt, Vorträge, aber auch Workshops mit der Steinwerkstatt Machmer und örtlichen Bäckereien („Allerseeelenbrot“) runden das Angebot ab.

Programm

Bis Anfang Oktober 2018 wird der Projektraum in der Marktstraße jeden Donnerstag, ab dem 12. Juli zwischen 11 und 18 Uhr durch die Künstlerin Maike Sander geöffnet sein und Gelegenheit zum Austausch bieten.

Eine kleine Ausstellung zu Trauerritualen in der Welt, Vorträge, aber auch Workshops mit der Steinwerkstatt Machmer und örtlichen Bäckereien („Allerseeelenbrot“) runden das Angebot ab.

Mit zum Programm gehört auch die Führung in der Speyerer Kirche des Stadtarchivars Dr. Florian Hoffmann am 9.9.2018 zum Tag des offenen Denkmals.

Mehr Informationen folgen.

Workshop „Friedhof gestalten“ am 19. Juli 2018

Urnengräber und naturnahe Bestattungen verändern die Friedhöfe, da sie weniger Fläche benötigen. Es entsteht freier Raum, der nun anders genutzt werden kann. Der öffentliche Workshop im Rahmen des Kulturfestivals DREHMOMENT beschäftigt sich mit der Gestaltung dieser Freiräume. Welche Vorstellungen verbinden wir mit dem Kulturraum Friedhof? Wie könnte ein Ort der Erinnerung aussehen, der allen Menschen offensteht, unabhängig von Alter, Nationalität und Wohnort?

Das Projekt ewig anders lädt zur Suche nach Ideen ein. Der erste Workshop dazu findet statt am 19.07.18 von 14 – 16 Uhr im Projektraum in der Marktstraße 24 in Ditzingen.

Teilnahme kostenlos, Anmeldung nicht erforderlich.